Warum wir dort waren
Für uns bedeuten Sichtbarkeit und Transparenz die Gesamtlage zu überblicken. Es geht darum die größeren Verkaufsströme zu verfolgen, über die Märkte zu lernen, und die Menschen zu verstehen. Wir schauen uns genau an, wie die Bedürfnisse und Abläufe vor Ort aussehen…
5 Fragen mit Sukam k.
...so können wir unsere Sortierung ganz genau darauf anpassen. Let’s dive deep….
Erzählen Sie über ihr Unternehmen und dessen Entstehung.
Mein Unternehmen, ETS SKB, besteht seit 27 Jahren. Wir kaufen Secondhand Kleidung aus Europa und verkaufen diese in unseren eigenen Geschäften und an Einzelhändler:innen in Douala, Kamerun. Looper Textile Co. ist einer unserer Hauptlieferanten und hat uns im Jahr 2024 186 Tonnen Ware geliefert.
Hauptsächlich verkaufen wir Sommerkleidung für Kinder, leichte Winterkleidung, und Baumwoll-Bettwäsche. Wir verkaufen Großteils in Douala, aber teilweise auch in Garoua, im Norden Kameruns und in manchmal in Chad.
Was passiert mit der Kleidung?
Nach der Ankunft der Container, gehen die Kleidungsstücke direkt auf den Markt und somit zu den Endverbrauchenden. Wir verkaufen sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel. In Douala verkaufen wir das meiste auf dem Mbopi Markt. Ich könnte Ihnen dort meine größten Kund:innen vorstellen, damit Sie den Verkaufsprozess sehen können.
Wie gehen Sie und Ihre Kund:innen mit Ware um, die sich nicht verkaufen lässt?
Es kommt auf die Kund:innen an, aber im allgemeinen versuchen die Händler:innen alles zu verkaufen, es geht schließlich auch um Geld. Manche reduzieren die Preise für bestimmte Käufer:innen, andere behalten die Ware als Bestand für die nächste Saison.
Ich selbst behalte unverkäufliche Ware bis zum Ende des Jahres und übergebe es dann dem Staat und kann dadurch Steuern einsparen.
“Wir Tun was wir können, um auch das letzte kleidungsstück zu verkaufen”
Zeichnen Sie Ihre Verkäufe auf?
Die Buchführung verbessert sich stetig, ist aber bisher nicht besonders strikt. Ich zeichne meine Verkäufe auf und viele andere Großhändler tun dies auch täglich. Marktverkäufer:innen schreiben sich in der Regel nichts auf - sie merken sich ihre Verkäufe, da sie an Markttagen je nur einen Artikel verkaufen.
Was bestimmt die lokale Nachfrage auf dem Mbopi Market in Douala, Kamerun?
In Kamerun tragen die Leute gerne strahlende Farben und vor allem Sommerkleidung, da es dort eher heiß ist. Man braucht hier keine oversized amerikanische Kleidung, die Leute würden das nicht kaufen.
Junge Menschen bevorzugen europäische, modische Markenkleidung, und keine Altware oder Teile aus China. Ich bespreche regelmäßig mit Elena (Looper Textile Co. Sortiermanagerin) was für Kleidungsstücke wir brauchen.
Im Norden gibt es beispielsweise viele Muslimische Menschen, dort verkaufen sich kurze Röcke sehr schlecht. Der kulturelle Kontext bestimmt also die Nachfrage und den Handel sehr stark. Dieser kann je nach Region variieren.

